Achtsamkeit passt gut …

… zu meiner personzentrierten und erlebensbezogenen Arbeitsweise.

Als junger Mann hatte Carl Rogers die Gelegenheit als Delegierter des YMCA nach China zu reisen und dort die USA auf einer Konferenz der „World Student Christian Federation“ zu vertreten. Carl Rogers war insgesamt sechs Monate in Asien und beschreibt rückblickend „(…) diese Reise als den idealen Kontext, (…) eine eigene spirituelle, intellektuelle und emotionale Unabhängigkeit zu erlangen.“* Es gibt Ähnlichkeiten zwischen der von Rogers in späteren Jahren entwickelten personzentrierten Therapie und Beratung und dem Zen-Buddhismus, die vermutlich in diesen Erfahrungen begründet liegen. Beide betonen, einer optimistischen und humanistischen Perspektive folgend, das Gute im Menschen, die Prozesshaftigkeit des Selbst und die Achtsamkeit im gegenwärtigen Augenblick als Ausgangspunkt für positive Veränderung und Entwicklung.

Was heißt das nun konkret für mich, auch als Beraterin und Coach:

Es geht um die Bereitschaft, alles, was mir begegnet, als das zu nehmen, was es ist. Es geht um teilnehmende und beobachtende Aufmerksamkeit  in der Gegenwart. Es geht um nicht wertendes Gewahrsein.

Rogers selbst hat einmal für die Akzeptanz, eine seiner drei Basisvariablen für die Beziehungsgestaltung, formuliert, dass es um ein „warmherziges Anerkennen dieses Individuums als Person von bedingungslosem Selbstwert (…) geht. Es bedeutet ein entgegenkommendes positives Gefühl, ohne Vorbehalte, ohne Bewertungen“. **

In diesem Sinne einen guten Start in die nächste Woche mit vielen warmherzigen Begegnungen ohne Vorbehalte und Bewertungen.

* Norbert Graddeck: Carl Rogers. Wegbereiter der modernen Psychotherapie. 2002. S. 38

** Carl R. Rogers: Entwicklung der Persönlichkeit. 1961 / 1973

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1. Bochumer Tag der Achtsamkeit

Gestern war ich in Bochum beim Verein für achtsame und meditative Lebenspraxis e.V. und habe mich einen ganzen Tag lang mit Achtsamkeit beschäftigt.

Hier ein paar der von mir gesammelten Worte und Zitate:

  • die Kunst, das ganze Leben zu umarmen
  • die sich von Augenblick zu Augenblick entfaltende Erfahrung
  • „Der Körper ist immer im Hier und Jetzt.“ (Tara Brach)
  • Aussteigen aus dem „Autopiloten“
  • Es gibt kein Leben ohne Leid.
  • „Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.“ (Meister Eckhardt)
  • rechte Achtsamkeit: sich entscheiden für das, das heilsam ist
  • Mitgefühl für mich und für die anderen
  • Selbstsorge kultivieren
  • Achtsamkeit als Kulturtechnik
  • der Raum zwischen Reiz und Reaktion
  • love it, change it, leave it
  • „Ein Feind ist ein Mensch, dessen Geschichte wir noch nicht gehört haben.“ (unbekannt)
  • „Der einzige Mensch, den wir im Leben ändern können, sind wir selbst.“ (Gerlinde Albrecht)
  • „Achtsamkeit üben ist einfach, aber nicht leicht.“ (Petra Meibert)
  • „Affengeist“ = der Geist, der wie ein Affe von Baum zu Baum springt
  • den Achtsamkeitsmuskel trainieren
  • 60000 Gedanken pro Tag

Für mich war es ein guter Tag.

http://www.achtsam-leben-ruhrgebiet.de

Gute Beratung braucht …

 

  • eine klare Haltung und konkretes Handwerkszeug
  • ein Bewusstsein über Einzigartigkeit, Vielfalt und Entwicklungsbereitschaft bei mir und anderen
  • Akzeptanz, Empathie und Kongruenz
  • Feedback, Reflexion und kollegialen Austausch
  • Achtsamkeit mit mir und meinem Gegenüber

Führen Sie viele Gespräche, zum Beispiel in der Schule, im Unternehmen, in Ihrer Einrichtung, Ihrer Praxis? Wünschen Sie sich mehr Sicherheit in Beratungsgesprächen, etwa im Feld der Studien- oder Patientenberatung? Möchten Sie sich als Berater*in oder Coach selbstständig machen oder ehrenamtlich engagieren? Wollen Sie als Führungskraft Menschen in ihrer Entwicklung begleiten?

Erweitern Sie Ihre berufliche und persönliche Kompetenz durch eine zertifizierte Weiterbildung in Personzentrierter Beratung, anerkannt durch die GwG – Gesellschaft für personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V.!

Jedes Jahr startet ein Weiterbildungsdurchgang in Münster oder Dortmund. Informieren Sie sich jetzt.

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Personzentriert Beraten – Lernen zu wachsen

„Es liegt viel Erfüllung darin, als Person einfach nur zu wachsen.“ 

(Hope Jahren)

Als ich dieses Zitat neulich in einem ganz anderen Kontext gelesen habe – Hope Jahren ist Biologin und Autorin des Buches „Blattgeflüster: Die wunderbare Welt der Pflanzen. Aus dem Leben einer leidenschaftlichen Forscherin.“ –  habe ich in diesem einen Satz all das gefunden, was für mich das „Wunder“, das Besondere, das Inspirierende der personzentrierten Arbeit nach Carl R. Rogers ausmacht.

„Wachsen“ als Synonym für Entwicklung, für Sich-Entwickeln-Wollen, für die  organismische Entwicklungsrichtung jedes einzelnen, für in Bewegung bleiben, für unsere Entwicklungsfähigkeit vorwärts …

„Erfüllung“ als Synonym für Zufriedenheit, für einen erstrebenswerten Zustand, für im Einklang mit sich selbst und in Verbindung mit anderen …

„Person“ als Synonym für mich und für dich, für das Individuum an sich, für ein ganzheitliches Wesen mit all seinen Bedürfnissen, Gefühlen, Wünschen, Hoffnungen, Ängsten, Nöten, Verletzungen, Schmerzen …

einfach nur“ als Synonym für in der Natur des Menschen liegend, für den Wunsch, gesund zu bleiben, für die innere Bereitschaft zu lernen …

und alles zusammen Grund genug für mich, personzentriert zu beraten und so für optimale, individuelle“ Wachstumsbedingungen“ zu sorgen.

Im November startet ein Bildungsurlaub beim KOBI e.V. in Dortmund für all diejenigen, die gerne genauer  erfahren möchten, wie personzentrierte Beratung wirkt, welches Potential im personzentrierten Ansatz steckt und wie sie private und berufliche Beziehungen zukünftig „wachstumsfördernder“ gestalten können.

https://www.kobi.de/unsere-seminare/berufliche-kompetenz-und-arbeitswelt/kursdetails/?tx_ldseminars_pi1%5Bcourse%5D=1334&tx_ldseminars_pi1%5Baction%5D=show&tx_ldseminars_pi1%5Bcontroller%5D=Courses&cHash=2208c46b0853446117e168443e0067c5

Bei Interesse beantworte ich Ihre Fragen gerne auch im persönlichen Gespräch.

Und: Sollten Sie darüber hinaus an einer zertifizierten Weiterbildung „Personzentrierte Berater*in“ (GwG e.V.) interessiert sein, werden Ihnen die 50 Unterrichtsstunden des Bildungsurlaubs anerkannt. Mit meiner Kollegin Petra Brandes aus Münster werde ich im Februar 2018 eine neue Weiterbildungsgruppe starten. Weitere Infos finden Sie hier: Personzentriert_beraten_Welge_2018_Infos_Termine_Inhalte_Anmeldung

Noch wenige freie Plätze …

ECC – dem Neuen auf der Spur

Samstag, 16.09.2017 von 9:30 – 18:00

Alter Steinweg 46
48143 Münster

Teilnahmegebühr: 100.- €

Anmeldung über silkewelge@eccnetwork.org oder unter 02302 – 707 05 87.

Erlebensbezogenes Concept-Coaching, kurz ECC, ist ein personzentrierter Coachingansatz, in Orientierungs- und Veränderungsphasen, um mit Einzelnen oder Gruppen z.B. eigene Ideen in Konzeptionen, neue Handlungsschritte, innovative Produkte, Leitbilder oder Forschungsansätze, stimmige Selbstkonzepte, Lebenskonzeptionen oder Rollenverständnisse zu entwickeln.
„Die Eltern“ des ECC sind Heinke Deloch und HejoFeuerstein. Die beiden haben auf der Basis desThinking at the Edge (TAE) von Eugene Gendlin diese methodisch strukturierte Vorgehensweise zur Begleitung von kreativen Prozessen erarbeitet.
Mehr über TAE oder deutsch „Denken, wo Worte noch fehlen“ ist hier nachzulesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Thinking_at_the_Edge
Die Frage, die Eugene Gendlin einst interessierte und die der von ihm und anderen entwickelten Methode TAE zugrunde liegt, lautete: Wie kommen wir dazu Neues zu denken?
Im ECC begeben wir uns auf seine Spur: Was ist neu an meiner Idee, meinem Konzept, meinem Lebensentwurf? Was ahne ich noch mehr, als das ich es schon weiß? Wie gelingt es mir, das vage Neue gegen alte Muster und Denkansätze zu verteidigen? Wie schütze ich das Neue gegenüber Alltagstrott und „das war schon immer so“? Wo habe ich schon mal in eine ähnliche Richtung gedacht? Ähnliches erlebt? Und wie komme ich ins Tun? Wie setze ich das Neue tatsächlich um?
ECC setzt systematisch bei den Erfahrungen einer Person, bei ihrem (körperlichen) Gespür für einen Themenbereich an und leitet den Prozess erlebensbezogen, also unter Bezugnahme auf das eigene (körperliche) Erleben bis hin zu einem individuell stimmigen Ergebnis.
Was das heißt für die Rolle des Coach oder der Beraterin und für die Akteur*innen – so nennen wir die Klient*innen im ECC, wie die methodisch strukturierte Vorgehensweise genau aussieht, wie das zum Personzentrierten Ansatz passt und wie sich das ganz praktisch „anfühlt“, werden wir an diesem Samstag an eigenen Beispielen durch „learning by doing“ erleben.

Alle Kurzentschlossenen sind herzlich eingeladen am 16.09.2017 dabei zu sein.

Altweibersommer-Special: 3 für 2

Der Sommer neigt sich dem Ende, ganz langsam. Auch wenn wir auf ein warmes schönes Ausklingen hoffen können, spüren wir dennoch wie seine Kraft nachlässt und etwas Neues kommt. Der Ausblick in die nächste Woche verspricht wieder warme, schöne Tage: ein Altweiber-Sommer, wie er im Buche steht. Mit „weiben“ wurde im Althochdeutschen z.B. das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet.
Nutzen Sie diesen Übergang für sich, weben Sie neue Ideen, neue Konzepte, neue Projekte, reflektieren Sie berufliche und/ oder private Kontexte, verschaffen Sie sich Klarheit in schwierigen Zusammenhängen, sortieren Sie Ihr Inneres oder einzelne Sachverhalte und zahlen Sie mit dem Altweibersommer-Special 3 für 2 bis zum 30.09.2017 für drei Beratungs- oder Coachingstunden nur den Preis für zwei.