Altweibersommer-Special: 3 für 2

Der Sommer neigt sich dem Ende, ganz langsam. Auch wenn wir auf ein warmes schönes Ausklingen hoffen können, spüren wir dennoch wie seine Kraft nachlässt und etwas Neues kommt. Der Ausblick in die nächste Woche verspricht wieder warme, schöne Tage: ein Altweiber-Sommer, wie er im Buche steht. Mit „weiben“ wurde im Althochdeutschen z.B. das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet.
Nutzen Sie diesen Übergang für sich, weben Sie neue Ideen, neue Konzepte, neue Projekte, reflektieren Sie berufliche und/ oder private Kontexte, verschaffen Sie sich Klarheit in schwierigen Zusammenhängen, sortieren Sie Ihr Inneres oder einzelne Sachverhalte und zahlen Sie mit dem Altweibersommer-Special 3 für 2 bis zum 15.10.2019 für drei Beratungs- oder Coachingstunden nur den Preis für zwei.

Arbeit mit Träumen

Jede*r träumt – individuell, mit eigenen Farben und Gefühlsqualitäten. Deshalb – so Eugene Gendlin – verweigern sich Träume auch einer allgemein verbindlichen Symboldeutung. Träume wollen individuell erschlossen werden. Dabei hilft die Technik des Focusing, eine Form nach innen gerichteter körperlicher Aufmerksamkeit.

In der späten Phase seines Lebenswerks versteht auch Carl Rogers den Traum als eine intuitive Erlebensformen – als Ausdruck der Aktualisierungstendenz – „dem Bewusstsein voran. Das Konzept von Gendlin, seinem Schüler und Nachfolger, versteht Träume als Phänomene, die durch Focusing-Prozesse zum Leben erweckt werden. Erst durch die Arbeit mit dem Traum („hinspüren“), kann ich den Traum für mich nutzen und die in ihm versteckte Entwicklungsrichtung erkennen.

In meinen Beratung- und Coachingprozessen biete ich an, mit Träumen zu arbeiten: frische Träume, unvollendete Albträume, Dejà-vu-Träume, alte Träume, die immer noch nachwirken …

Gemeinsam können wir die körperlich gefühlten Bedeutungen der meist nächtlichen Erlebnisse zu erfassen suchen und die Richtung für den nächsten Wachstumsschritt erahnen, vielleicht sogar erkennen.

Keep growing – weiter wachsen

wachsen (Verb)

1. sich entwickeln oder emotional wachsen
2. sich entfalten, gedeihen oder aufsteigen

Verwandte Wörter: blühen, intensivieren, in voller Blüte stehen

Nutze die Ferien- und Urlaubszeit fern ab von Hektik und Alltag und lass dich inspirieren – von Wortspielen, Wolkenbildern, Kunst oder Büchern, von fremden Kulturen und beeindruckenden Landschaften, von magischen Sternenhimmeln und heißen Winden … . Frage dich ab und an, was du Neues über dich erfährst, wenn du diesem Erleben in Ruhe nachspürst.

Denk darüber nach, wie du dich bisher in deinem Leben entwickelt hast und wie du gerne zukünftig mental wachsen willst. Wie sieht es aus, wenn du in voller Blüte stehst?

Keep growing!

Ich wünsche euch und Ihnen eine inspirierende und erholsame Urlaubszeit, Zeit und Raum Neues zu erfahren. Vom 14.7. bis zum 4.8.2019 bin ich unterwegs und nur eingeschränkt erreichbar.

Eigentlich lehne ich lästern ja total ab …

Ich bin heute Morgen vor der Arbeit eine Runde durch den Wald gelaufen. Als ich zwei Frauen überholte, die dort ihren Hund ausgeführt haben, konnte ich nicht umhin, einige Gesprächsfetzen aufzuschnappen:

„… und ihre Art, die ist so ….“ „Oh ja, stimmt! Die ist echt … die hat eine Art … das geht gar nicht! … eigentliche lehne ich lästern ja total ab, aber … „

Im Duden steht zur Bedeutung des Verbes „Lästern“ folgendes:

„sich über jemanden [der abwesend ist], über etwas abfällig, mit kritischen oder ein wenig boshaften Kommentaren äußern.“

Synonyme zu lästern sind

abfällig/schlecht reden, schlechtmachen; (bildungssprachlich) sich mokieren; (umgangssprachlich) herziehen über, ratschen; (derb) sich das Maul zerreißen; (abwertend) gehässig reden, hetzen; (umgangssprachlich abwertend) [durch]hecheln, klatschenlosziehenstänkerntratschen

Darüber habe ich heute Morgen weiter nachgedacht.

Auch ich lehne es ab, schlecht über andere Menschen zu reden, und weiß doch gleichzeitig wie verführbar ich bin, es doch zu tun. Dabei verrät mir das, was ich denke oder äußere, das, was mich ärgert oder erbost, das, was ich so unmöglich finde, mehr über mich als über die andere Person. Ich kann nur spekulieren, was die andere Person so handeln, so sein, so etwas sagen lässt. Um es genauer zu verstehen, müsste ich nachfragen und das ist schwierig, wenn sie abwesend ist.

Aber ich bin da. Mich könnte ich fragen, was an dieser Person bzw. an ihrem Verhalten, ärgert mich so sehr? Was stösst in mir auf Resonanz? Was triggert mich? Warum drückt das Verhalten der anderen Person bei mir einen ganz bestimmtem Knopf? Jede Begegnung ist eine Chance, sich im anderen zu erkennen und sich selber noch ein klein wenig besser kennenzulernen.

Wenn mir das gelingt, kann ich vielleicht beim nächsten Mal schneller verstehen, was bei mir los ist, und noch in der Situation eine Rückmeldung geben an die gerade nicht abwesende Person. So haben beide etwas davon: mehr Klarheit, mehr Authentizität, mehr wechselseitiges Verständnis.

Und vielleicht höre ich dann eines Tages auf meiner morgendlichen Runde durch den Wald:

„… und ihre Art, die ist so ….“ „Oh ja, stimmt! Die ist echt … die hat eine Art … das geht gar nicht! … und ich frage mich, warum mich ihre Art so ärgert und was das alles mit mir zu tun hat … Hast du vielleicht eine Idee dazu?“