Coaching? Wie muss ich mir das vorstellen?

Teil 1

Im Coaching stehen die Ratsuchenden mit ihren Anliegen, ihren Geschichten, ihren Vorhaben, Ideen und Projekten im Fokus. Die Menschen kommen häufig dann, wenn sie mit der üblichen Art zu denken nicht weiter kommen. Im Coaching geht es darum, sich selber auf die Spur zu kommen und dabei neben dem Verstand auch die eigene Intuition zu bemühen: „Warum bin ich hier? Was will ich erreichen? Wo will ich hin?“

Den Mutigen gehört die Welt. Manchmal scheint das, was wir tun, auf den ersten Blick unüberlegt und gefährlich. Und auf den zweiten Blick?

Das Wissen und die einzigartigen Erfahrungen der Menschen, die ins Coaching kommen, stehen im Vordergrund. Sie haben Gelegenheit, sich auf sich selbst zu konzentrieren, zu reflektieren, Zwiesprache mit sich selbst zu halten, in sich hinein zu spüren: „Was sagt Ihr Bauchgefühl, Ihre Intuition, Ihr Körperwissen und wie beeinflusst das Ihre Pläne, Ihre Entscheidung? Wie fühlt sich Ihre Entscheidung an?“

Die Ratsuchenden können sich in diesem geschützten Rahmen mit Ihren Zweifeln, Ihrer Kritik, Ihrer Nervosität auseinandersetzen. „Was steckt dahinter? Wie kann und wie will ich zukünftig damit umgehen? Wo möchte ich besser auf mich achten?“

Sie machen sich Gedanken darüber, wie sie die Realität außerhalb dieses Raumes gestalten wollen. „Welche Herausforderungen kommen auf mich zu und was brauche ich, um den Alltag gut zu bewältigen? Wie bleibe ich in der Balance? Wie kann ich mich unterstützen?“

Die Ratsuchenden sind die Akteur*innen. Sie legen fest, welche Schritte sie zuerst und welche sie danach gehen wollen. Und sie lernen für die Zukunft, für neue Vorhaben, neue Konzepte, bei neuen Hindernissen oder Problemen ihren eigenen stimmigen Weg zu gehen.

„Den Mutigen gehört die Welt.“

Ideenparty? Was machst du da eigentlich?

Heute hat mich jemand gefragt: Ideenparty – was machst du da eigentlich? Und ich habe geantwortet, dass das gar nicht so leicht zu beschreiben ist. Also: Zu einer Ideenparty kommen Menschen, die gerne neue Leute kennenlernen und die Lust haben, gemeinsam mit anderen kreativ zu denken und zu arbeiten. Zu Beginn einer Ideenparty stelle ich immer kurz ein paar grundlegende Dinge vor, die eine Ideenparty braucht, z.B. Ideen brauchen eine wohlwollende Atmosphäre, ein warmes Klima. Gemeinsam mit anderen an eigenen Ideen zu arbeiten, funktioniert nur, wenn wir uns gegenseitig einen vertraulichen Umgang versprechen. Eine Ideenparty hat Häppchencharakter, d.h. jede Person bekommt nur ein bestimmtes, relativ knappes Zeitfenster für die eigene Idee, für das eigene Thema zur Verfügung gestellt. Außerdem stelle ich Spielregeln und Methoden vor, mit denen wir kreativ sein können. Zu den Methoden gehört auf jeden Fall das Brainstorming („Using the brain to strom a problem.“ Alex Osborne): alle Besucherinnen nennen spontan ihre Ideen, Gedanken, Anmerkungen zur Lösungsfindung, wobei sie sich dabei gegenseitig inspirieren und die unterschiedlichsten Gesichtspunkte in neue Lösungsansätze und Ideen einfließen lassen. Ich erzähle natürlich auch, dass die Idee der Ideenparty nicht von mir stammt, sondern von Barbara Sher, einer amerikanischen Karriereberaterin und Autorin, die mit dem Konzept der „Erfolgsteams“ weltweit erfolgreich ist.

Es gibt pro Teilnehmer*in 10 Minuten Zeit. In diesen 10 Minuten stellt die Teilnehmerin ihre Frage, ihr Anliegen, ihre Idee vor, die sie vorher auf eine Karte geschrieben hat. Die Reihenfolge wird festgelegt, in dem wir reihum eine Karte ziehen. So, wenn dann klar ist, zu welcher Idee oder Frage wir als nächstes arbeiten wollen, dann drehen wir die Eieruhr um, die genau 10 Minuten läuft und die Teilnehmerin fängt an ihr Thema, ihr Anliegen, ihre Frage zu beschreiben: Worum geht es mir eigentlich? Wieweit bin ich schon gekommen? Woran hänge ich gerade? Was sind so die Höhen und Tiefen, die ich bislang durchwandert habe und was ist meine Frage, meine Bitte an die Gruppe? Wer mag, sagt auch noch, welche Methode sie passend findet. Dann geht es los. Dann fängt die Gruppe an zu sprudeln, produziert Ideen. Das Spannende dabei ist, dass wir ja bereits beim Zuhören Ideen entwickeln, was wir an Stelle der Ideengeberin tun würden, uns fallen Dinge ein, die wir in einem ähnlichen Kontext möglicherweise bereits ausprobiert haben, und schon blubbert es aus uns heraus. Und dann ist es auch noch so, dass das, was die anderen sagen inspiriert: „Ach, guck mal, jetzt wo du das gerade gesagt hast, fällt mir noch dieses oder jenes dazu ein.“ Genau da entsteht eine unglaublich schöne Dynamik und das machen wir so lange bis die Eieruhr durchgelaufen ist und die nächste Karte gezogen wird. All das, was gesagt wird und von der Gruppe beigesteuert wird, all die Vorschläge und guten Ideen und Gedanken, werden von mir aufgeschrieben und festgehalten, so dass jede*r am Ende des Abends ein Blatt voller Ideen mit nach Hause nehmen kann. Der Vorteil ist, dass der der dran ist, sich auf das Zuhören konzentrieren kann und sicher sein kann, dass all die guten Ideen für Ihn aufgeschrieben werden. Das ist neben der Moderation mein Job. Das übernehme ich.

Vor einer Woche hat die erste Ideenparty bei mir stattgefunden. Es war ein grandioser Abend, es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Wir waren zu siebt und das ist eine gute Gruppengröße, sonst dauert es einfach zu lange und die Aufmerksamkeit lässt nach. Eine Teilnehmerin hat am Ende des Abends gesagt: „Ich konnte mir vorab gar nicht viel unter so einer Ideenparty vorstellen. Von daher braucht es sicherlich ein Bisschen Mut, sich auf etwas einzulassen, was man eigentlich erleben muss, weil es nicht gut beschrieben werden kann. Es hört sich immer so trocken an, wenn du versuchst es zu beschreiben, dabei ist es richtig spannend und abwechslungsreich und lebendig und bunt. Das war ein unglaublich toller und bereichernder Abend. Und es tut so gut, von anderen zu hören, dass man schon auf einem guten Weg ist. Das ist auch entlastend.“ Und eine andere Teilnehmerin hat gesagt, dass sie nicht nur aus den Antworten und den Ideen und den Ergebnissen für die eigene Idee viele Anregungen mitnimmt, sondern aus allen Prozessen, weil das, was wir hören, wenn wir über andere nachdenken, das, was wir beisteuern, das, was uns inspiriert, wirkt ja auch in uns nach und gibt Anstöße für das eigene Thema oder für Themen, die gerade gar nicht so oben aufliegen. Und, last but not least, gibt es ein Gefühl großer Verbundenheit. Das wurde ganz schön zum Ausdruck gebracht am Ende dieser ersten Party, weil die Frauen gesagt haben, sie würden sich gerne in diesem Kontext nochmal wiedersehen und -hören, wo sie ein Vierteljahr später stehen mit ihren Themen und ihren Ideen. Gestern traf ich eine Teilnehmerin, die mir ganz begeistert erzählte, dass sie die ersten Vorschläge zu ihrem Thema Zeitmanagement schon erfolgreich umgesetzt hat. Von daher: Fortsetzung folgt. Die nächste Ideenparty ist am 15.1.2019 um 18:30 Uhr.

Tatsächlich waren auf meiner ersten Ideenparty nur Frauen. Beim Schreiben hatte ich genau diese Frauen vor Augen. Von daher kann beim Lesen der Eindruck entstehen, dass sich das Angebot nur an Frauen richtet. Das stimmt so nicht. Männer sind ebenfalls herzlich willkommen. Jede Ideenparty lebt von den Menschen, die kommen! Andere Leute, andere Ideen.

„Erleben Sie, wie eine freundliche und zufriedene („gut gefütterte“ – so im Original) Gruppe von Menschen Sie Lichtjahre näher an Ihr Ziel bringt, als es das Grübeln im stillen Kämmerlein jemals vermocht hätte.“  (Barbara Sher)

Das ganze Leben ist ein …

… ewiges Wiederanfangen. (Hugo von Hofmannsthal)

Wiederanfangen heißt nicht wiederholen, sondern … durchstarten? Das gilt es herauszufinden und in diesem Sinne möchte ich nochmal an meinen Workshop “ Vorsätze und Visionen 2019 – was wünsche ich mir für dieses Jahr?“ erinnern.

Drei Stunden Zeit sich intensiv und kreativ mit dem Wiederanfangen, Verbessern, Erneuern, Beibehalten, Ergänzen, Ausmisten, neu Erfinden zu beschäftigen und sich mit anderen auszutauschen. Anmeldungen unter Silke.welge@gmx.de oder unter 02302 – 9 333 173.

Samstag, 12.01.2019, 10:00 – 13:00 Uhr in der Steinstraße 6, 58452 Witten

Nur in einem ruhigen Teich …

spiegelt sich das Licht der Sterne.

Chinesisches Sprichwort

In diesem Sinne wünsche ich allen Freundinnen und Freunden, allen Kolleginnen und Kollegen, allen Weggefährtinnen und -gefährten, allen Bekannten in meinen Netzwerken und allen Gästen in meinen Beratungen, Coachings, Seminaren und Weiterbildungen geruhsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein sternstundenreiches, erfülltes Jahr 2019.

Winter-Weihnachts-Neujahrsspecial 2018: 3 für 2 und Visionsworkshop

Für alle, die noch keine Geschenkidee haben …

Für alle, die ihre gute Vorsätze für 2019 wirklich in die Tat umsetzen wollen …

Für alle, die Lust haben, sich von ihren Visionen ein Bild zu machen …

Für alle, die die Aufgaben in 2019 von Anfang an „richtig“ anpacken wollen …

… gibt es auch in diesem Winter das Winter-Weihnachts-Neujahrsspecial 2018/ 2019*.

Gute Vorsätze sind schnell gefasst. Die freien Tage zwischen Weihnachten und Neujahr lassen uns oft Zeit, auch über das nachzudenken, was wir in unserem Leben gerne ändern würden – beruflich und / oder privat. Ende Januar stellen wir dann häufig fest, dass von unseren guten Ideen und Vorsätzen nicht viel übrig geblieben ist und machen weiter wie bisher.

Das geht auch anders. Finden Sie gemeinsam mit mir kreative, „haltbare“ Lösungen für Ihre guten Vorsätze und zahlen Sie für 3 Beratungs- oder Coachingstunden nur den Preis für 2.

Zusätzlich zu diesem „3 für 2“ wird es am 12.1.2019 von 10:00 bis 13:00 Uhr einen Workshop „Vorsätze und Visionen für 2019 – Was wünsche ich mir für dieses Jahr?“ hier in meinen Räumen geben, um gemeinsam Visionscollagen zu erstellen und auszuwerten.

Die Teilnahmegebühr für den Workshop beträgt 20,00 €. Weitere Preise gibt es auf Anfrage. Beide Angebote können auch separat gebucht werden. Bei Teilnahme am Workshop und am „3 für 2“ wird der Teilnahmebeitrag für den Workshop verrechnet.

* Gültig bis zum 31.1.2019

Weihnachten im Wiesenviertel

Gemeinschaftsaktionen im Viertel zur Weihnachtszeit

Seit dem 1. Dezember öffnen sich die Türchen im Wiesenviertel für kleine, feine, vorweihnachtliche Aktionen und laden zum Mitmachen und Teilnehmen ein. Es gibt Konzerte, Slam, Theater, Lesungen, Kunst, Singen, Essen, Backen, Bewegung, Spaß; Besinnung und vielleicht auch Ideen für Weihnachtsgeschenke auf den letzten Drücker. Alles sind herzlich eingeladen einzutreten, mitzumachen, dabei zu sein und ein bisschen Vorweihnachtsfreude mit anderen zu teilen. Den genauen Kalender gibt es hier:

https://www.facebook.com/events/343025469586722/

In eigener Sache möchte ich an dieser Stelle auf drei kleine Angebote besonders hinweisen:

Am 17.12.2018 heißt es bei uns „Ihr Kinderlein kommet“. Hannah Welge, Hebamme, lädt ein und wir lesen und erzählen Weihnachtsgeschichten, in denen selbstverständlich Kinder die Hauptrolle spielen.

Am Tag danach gibt es eine Last-Minute-Ideenbörse Weihnachtsgeschenke für all die, denen noch eine zündende Idee für das ein oder andere Weihnachtsgeschenk fehlt. Ähnlich wie bei den Ideenpartys nutzen wir das kreative Potential der Gruppe und können so sicher gemeinsam auch die „schweren“ Fälle lösen. Ich freue mich schon drauf.

Am 21. 12. 2018 lade ich herzlich ein, dem eigenen ganz einzigartigen Weihnachtsgefühl nachzuspüren. Was macht Weihnachten für mich so besonders? Welche Erinnerungen, welche Gerüche, welche Geschichten gehören für mich unbedingt dazu? Was darf auf keinen Fall fehlen und auch was brauche ich überhaupt nicht mehr? Jede*r für sich und im Austausch mit anderen wollen wir uns an diesem Abend besinnlich einstimmen.

 

Weiterbildung Personzentrierte Beratung startet am 3.12.2018

Nach Carl R. Rogers und den Richtlinien der Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratunge.V.(GwG)

Gute Beratung braucht…

  • eine klare Haltung und konkretes Handwerkszeug
  • ein Bewusstsein über Einzigartigkeit, Vielfalt und Entwicklungsbereitschaft bei mir und anderen
  • Akzeptanz, Empathie und Kongruenz
  • Feedback und kollegialen Austausch
  • Achtsamkeit mit mir und meinem Gegenüber

Führen Sie viele Gespräche, zum Beispiel in der Schule, im Unternehmen, in Ihrer Einrichtung, Ihrer Praxis? Wünschen Sie sich mehr Sicherheit in Beratungsgesprächen, etwa im Feld der Studien- oder Patientenberatung? Möchten Sie sich als Berater*in oder Coach selbstständig machen oder möchten Sie sich ehrenamtlich engagieren? Wollen Sie als Führungskraft Menschen in ihrer Entwicklung begleiten? Wollen Sie als Unternehmer/-in Ihre Kunden/-innen verstehen und Angebote, Ideen oder Lösungsvorschläge passgenau zuschneiden? Dann erweitern Sie Ihre berufliche und persönliche Kompetenz durch eine zertifizierte Weiterbildung in Personzentrierter Beratung.

Die Weiterbildung basiert auf einem humanistischen Menschenbild, ist wissenschaftlich fundiert und arbeitet ressourcen-, körper- und emotionsorientiert. Sie erlernen und erleben eine fundierte beraterische Haltung, erproben unterschiedliche Methoden und lernen verschiedene Anwendungsbereiche und verwandte Beratungsansätze kennen. Die Selbstreflexion, das eigene Erleben, das Schulen der Achtsamkeit und die Supervision und Lehrberatung sind neben der Theorie des PersonzentriertenAnsatzes tragende Säulen des Weiterbildungskonzeptes.

Die 3-jährige Ausbildung „Personenzentrierte Beratung“gliedert sich in drei Teile:

  • Basismodul
  • Personzentrierte Gesprächsführung
  • Personzentrierte Beratung

Das Basis-Modul wird in eine Einführung und eine Vertiefung unterteilt. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, den Ansatz kennenzulernen, einen Überblick zu erhalten und erste Arbeitsweisen auszuprobieren. Beide Teile zusammen sind die Voraussetzung für den zweiten Teil mit dem Abschluss in „Personzentrierter Gesprächsführung“. Den anerkannten Zertifikatsabschluss „Personzentrierte/r Berater/in“ erwerben Sie nach dem dritten Teil.

Inhalte der Einführung und der Vertiefung im Basismodul sind:

Theorie

  • Grundlagen von Kommunikation
  • Was ist Beratung? Und was ist personzentrierte Beratung?
  • Kennenlernen der Grundvariablen Empathie, Wertschätzung und Kongruenz und erste Ansätze der Personzentrierten Persönlichkeitstheorie

Praxis

  • Führen und Reflexion von (Beratungs-)Gesprächen
  • Fachreferate
  • kollegiale Supervision
  •  

Termine

Dortmund (Silke Welge)

Modul 1 – PZB 10

Einführungstage: 03.-05.12.2018 und 13.-15.02.2019 und 17. – 19.06.2019 und 11. – 13.09.2019. Beide Einführungen sind komplett als BU möglich.

MO – DO 9:00 -17:00 Uhr

FR 9:00 – 15:00

Restmodul 1: 30.09. – 2.10.2019 (Bildungsurlaub) / 06.-08.12.2019 (Wochenende) / 20.- 24.01.2020 (Bildungsurlaub) / 21.2. – 23.2. 2020 (Wochenende)

Münster (Petra Brandes)

Modul 1 – PZB 9 jeweils Donnerstag 14.00 – 19.00, Freitag 10.00-19.00, Samstag 10.00-14.00 Uhr

Einführungstage: 28.02.-2.03. und 28. – 30.03.2019 (jeweils Do und Fr als BU möglich) Restmodul 1: 30.5. (Christi Himmelfahrt) – 1.6. / 18.-20.7. (1. Woche Sommerferien NRW) / 26.-28.9. / 21.-23.11.2019

Anmeldung

KOBI e.V.

Ausbilderinnen           

Silke Welge

Petra Brandes (https://www.triko-brandes.de)

Fragen zur Weiterbildung klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch.

Veranstaltungsorte   

Münster:                     Tri.ko, Alter Steinweg 46, 48143 Münster (Innenstadt)

Dortmund:                   KOBI e.V., Adlerstraße 83, 44137 Dortmund

BERATEN LERNEN – zertifiziert, personzentriert, körperorientiert